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Hallo lieber Koifreund,
vorweg erstmal einen Dank an alle, die mich wieder bei meiner Tour durch Japan virtuell begleiten. Eins vorweg: Entgegen der Vorjahre läuft diesmal vieles anders!
So habe ich mich dieses Jahr dazu entschlossen, den Einkauf und Versand direkt mit einem alteingesessenen, japanischen Agenten abzuwickeln. Er hat mir versprochen, mich zu den Fischbeständen zu führen, die „Ottonormaleinkäufer“ nicht zu Gesicht bekommen! Ich weiß zwar schon jetzt, dass diese Koi nicht günstig, dafür aber einzigartig sein werden. Ziel ist es aber auch, durch den Direktimport Top-Koi zu Top-Preisen anbieten zu können! Lassen wir uns überraschen! Zudem werde ich bei der diesjährigen Selektion von meinem Schatz Gabi unterstützt, die Euch ja durch ihren außergewöhnlich guten Geschmack gut bekannt ist.
Die Anfahrt zum Flughafen ist recht entspannt, da wir von unserem Freund samt Frau persönlich zum Flughafen in Frankfurt chauffiert werden. Wir sind wieder zeitig dran und hoffen auf die begehrten Notausgangsplätze! Doch was ist das? Kein persönliches einchecken mehr, stattdessen ein Computer, der mich fast zur Weißglut bringt. Statt Beine ausstrecken heißt es diesmal elf Stunden wie ein Formel 1 Fahrer ins Cockpit gezwängt! Sehr entspannend, und das bei meinem lädierten Knie. In Anbetracht der Situation versagen sogar die Schlaftabletten ihren Dienst!
Der nächste Tiefschlag folgt in Japan, wo die Einreisebestimmungen verschärft worden sind. Fingerabdruck und Passbildkontrolle nehmen eine zusätzliche Stunde in Anspruch. Nach 20 Stunden ohne Schlaf nervt das schon ein bisschen. Jetzt Zugtickets kaufen (natürlich mit Warteschlange) und los gehts Richtung Nijgata. Die Hilfsbereitschaft und Freundlichkeit der Japaner (zudem herrlicher Sonnenschein bei 24 Grad) lassen aber die Mühen schnell vergessen. Nach gut drei Stunden erreichen wir unser Ziel, wo wir schon von der Frau des Agenten erwartet werden.
Es ist früher Nachmittag und trotz des schönen Wetters ziehen wir es vor, heute keine Züchter mehr zu besuchen und den Tag ruhig ausklingen zu lassen. Wir nutzen die wenigen Stunden, um die Stadt etwas zu erkunden und abschließend mit unserem Agenten ein gemütliches Abendessen einzunehmen. Er macht uns sehr neugierig und ich sage Euch: Das Fieber steigt, obwohl wir noch keinen Koi gesehen haben!! Ich hoffe auch bei Euch!
Liebe Grüße von der anderen Seite der Welt senden Euch zwei müde, aber dennoch glückliche Koianer!
Gabi und Jürgen
    
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