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Teichplanung

1.)   StandortTeichbau

Berücksichtigen Sie bei der Wahl des Standortes, dass dieser idealerweise halbschattig sein sollte, ansonsten etwas Beschattung in Form von Baum, Segel ect. mit einplanen. Bei der Festlegung der Größe kann neben Papier und Bleistift, ein Gartenschlauch sehr behilflich sein. Vergessen Sie den Platz für den Filter/Zugang nicht! Schon für kleine Teiche sollten 2 x 1 m eingeplant werden. Dieser Platz lässt sich in der Regel sehr leicht in die Gesamtplanung integrieren. Von Vorteil wäre, wenn die Filteranlage möglichst in der Nähe von Zu- und Abläufe bzw. Elektrokabel platziert werden könnte.

2.)   Form, Größe und Tiefe

Der Teich sollte so angelegt sein, dass durch die Umwälzung eine kreisförmige Strömung entsteht. Damit ist sichergestellt, dass Schmutz, Laub usw. immer zur Pumpe bzw. in die jeweiligen Abläufe wie Skimmer und Bodenablauf gelangen.
Von Vorteil ist, wenn man auf einer kleinen Fläche viel Wasservolumen erzielt. Dies verhindert rasche Schwankungen im Wasser (Temperatur, Sauerstoff usw.). Zudem hilft bei Fischbesatz eine Tiefe von 2 m und mehr, dass diese gut durch den Winter kommen. Wer Koi halten möchte muss bedenken, dass ca. 1 m³ Wasser pro Koi zu Verfügung stehen sollte.

Lassen Sie Ihre Planung von einem Fachmann „abnehmen“, bevor Sie den ersten Spatenstich machen. Natürlich können Sie auch einen entsprechenden Teichbauer direkt mit der Planung und Durchführung beauftragen. Achten Sie darauf, dass er bereits erfolgreich Koiteiche gebaut hat!

3.)   Abdichtung

Es sollten keine Falten und „tote“ Ecken im Teich entstehen. Sie sind Brutstätten von Krankheitserregern und durch Schmutzablagerungen Nährstoffspender für Fadenalgen! Die günstigste Lösung ist eine verschweißte 1,5 mm dicke PVC-Folie (unwesentlich teurer als Rollenware aus dem Baumarkt), die in dieser Stärke problemlos begehbar ist. Teurer ist die GFK-Abdichtung, welche aber auch stabiler ist.

4.)   Abläufe

Bodenablauf und Oberflächenskimmer erleichtern die Reinhaltung des Teiches enorm. Für den Teichbesitzer heißt das mehr Zeit zum Genießen und weniger für das Säubern! Über die Abläufe wird permanent der eingeflogene Blütenstaub, Blätter, Kot der Fische, usw. abgezogen und dem Pumpenschacht/Filter zugeführt. Dies macht zwar den Einbau von Rohrleitungen notwendig, die Mehrkosten sind durch geringere Betriebskosten schnell amortisiert. Wichtig hierbei ist die richtige Position der Zu- und Abläufe sowie der richtige Querschnitte der Leitungen.

5.)   Filteranlage

Welcher Filter für Ihren speziellen Teich in Frage kommt, hängt von Nutzungsart und Größe des Teiches ab. Auf dem Markt gibt es viele Systeme, die sich Preislich nicht  allzu viel unterscheiden. Ich spreche hierbei aber von Filter (den man durchaus auch selbst bauen kann) und nicht von den obligatorischen „Schuhschachteln“ aus dem Bau- und Gartencenter, die von Ihrer Größe und Ausstattung eher für ein Aquarium, als für einen Teich geeignet sind. Also ausreichend Platz für Filter einplanen! Eine gute Filteranlage zeichnet sich durch eine getrennte Grobschmutzabscheidung mit nachgeschalteter(n) Biokammer(n) aus. Wenn Sie vor die Wahl gestellt werden, einen passenden oder einen etwas größeren Filter zu nehmen, greifen Sie immer zum nächst Größeren. Sie werden es nicht bereuen. Besonders empfehlenswert sind Modulfilter, da diese bei Fischbesatz oder Nutzungsänderung „mitwachsen“ können.

Passend dazu UVC und Pumpe, und Ihr Teich ist (ohne Fische) komplett.

6.)   Sauerstoff

Sauerstoff ist das wichtigste Element im Wasser. Während in einem Schwimmteich durch die Umwälzung ausreichend davon vorhanden ist, muss bei einem gut besetzten Koiteich zusätzlich Sauerstoff eingebracht werden. Dies fördert zum einen die Verdauung sowie das Wachstum der Fische und unterstützt zum anderen die Nitrifikation im Filter. Des weiteren ziehen Pflanzen in der Nacht aus dem Wasser Sauerstoff, so dass der O²-Gehalt im Sommer gefährlich absinken kann. Deswegen ist eine Belüftung sinnvoll. Dazu werden Membranpumpen mit Leistungen ab etwa 1.000 l/h Luftleistung benötigt, die einen höheren Wasserstand überwinden können. Sie können in ungeheizten Teichen im Winter auch als Eisfreihalter dienen. Die Ausströmer sollten dann aber nur in 30 cm Höhe angebracht werden, während sie sonst eher am Teichboden sind. Teuerer, aber noch effizienter ist die Einbringung von technischem Sauerstoff.

Bauen Sie Ihren Teich so, dass eventuell notwendige Verbesserungen außerhalb der Teichanlage erfolgen können.

Fazit: Die Filteranlage aufzurüsten ist leicht und verhältnismäßig günstig, ein  Teichumbau hingegen nicht.

Sparen Sie also nicht am falschen Fleck. Machen Sie, wenn nötig ,lieber 2 Bauabschnitte.

 

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